Menschenverachtende Entscheidung des Bayerischen Sozialministeriums
Am 13. November informierte das Ministerium den Sprecher des Betroffenenbeirats, Richard Kick, per E-Mail, dass dem Beschluss des Sozialausschusses in keinem Punkt gefolgt wird. Damit erachtet das Sozialministerium die Petition als gegenstandslos.
Bayern bleibt Schlusslicht in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt.
Während andere Bundesländer wie Berlin, Brandenburg, NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen längst unabhängige Aufarbeitungsstrukturen geschaffen haben, fehlt in Bayern bis heute eine gesetzlich verankerte Lösung. Die Folgen sind gravierend:
- Keine unabhängige Untersuchung kirchlicher, schulischer, familiärer, sportlicher und anderer Gewalt.
- Keine systematische Analyse staatlichen Fehlverhaltens seit 1945.
- Fehlende wissenschaftliche Begleitung und Transparenz.
- Hohe Belastung der Betroffenen, die selbst Aufarbeitung erzwingen müssen.
Damit gehört Bayern zu den wenigen Bundesländern ohne institutionelle Strukturen zur Aufarbeitung von Missbrauch und Vertuschung.
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Kontakt für Presseanfragen:
Unabhängiger Betroffenenbeirat der Erzdiözese München und Freising
Richard Kick, Sprecher
E-Mail: kontakt@betroffenenbeirat-muenchen.de