Petition erfolgreich: Einstimmiges Votum des Landtags

Der Sozialausschuss des Bayerischen Landtags hat gestern, am 17.7.2025, einstimmig unsere Petition „Gewalt an Kindern und Jugendlichen entschlossen entgegentreten“ unterstützt, die eine landesweite unabhängige Aufarbeitungsstelle fordert. Ziel ist es, die Verantwortung für die Aufarbeitung nicht länger allein bei den Täterorganisationen wie Kirchen oder Sportvereinen zu belassen.

„Der Freistaat soll sich in die Aufarbeitung von Gewalt gegen Kinder in Institutionen stärker einbringen und klare Strukturen schaffen.“ schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Die Petition sieht unter anderem vor:

  • eine unabhängige Aufarbeitungskommission für ganz Bayern,
  • einen Landesbeauftragten für Missbrauchsaufarbeitung,
  • einen landesweiten Betroffenenrat,
  • eine Beratungsstelle, eine Stiftung für Entschädigungen,
  • sowie Konzepte für Erinnerungskultur und Bildungsarbeit.

Das CSU-geführte Sozialministerium lehnt die Forderungen ab und verweist auf bestehende Strukturen. Doch Vertreter aller Fraktionen im Ausschuss widersprachen:

„Die bisherigen Strukturen seien nicht ausreichend.“ (SZ)

Besonders bemerkenswert war die Zustimmung auch von CSU und Freien Wählern, was selbst die Petenten überraschte. Richard Kick vom Betroffenenbeirat der Erzdiözese München und Freising sagte gegenüber Pressevertretern:

„Das ist ein unglaublicher Erfolg für mich persönlich, für uns alle Betroffenen da draußen. Und ich glaube, dass wir jetzt den großen Durchbruch geschafft haben.“ (BR)

Nun muss sich das Sozialministerium erneut mit den Forderungen befassen.

Hier finden Sie die Petition als PDF Datei.

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